Schnitzeljagd heißt jetzt “Geocaching”
In meiner jungen Jahren waren meist Geburtstagsfeten Ausgangspunkt für eine Schnitzeljagd. Vielleicht noch Grillfeten vom Kindergarten oder der Schule. Aber aus lauter Spaß am Suchen haben wir das früher nicht gemacht.
Wir waren immer ziemlich scharf auf die Beute; ob die nun unter der Erde oder im Gebüsch versteckt lag- egal. Das hat sich bis heute nicht geändert. Die Technik ist allerdings in der Zwischenzeit eine vollkommen andere. Ob sie besser oder schlechter ist, wußte ich nicht- davon haben wir uns heute überraschen lassen. Überrascht waren wir übrigens auch vom schönen Wetter.

Schnitzeljagd nennt sich heutzutage Geocaching.
Das wußte ich bis zur vergangenen Woche auch nicht. Dann hat mir aber eine Arbeitskollegin ein GPS-Gerät samt Bedienungsanleitung in die Hand gedrückt und mir ans Herz, dass unbedingt mal mit Felix auszuprobieren.
Nun: das haben wir heute getan. Aber ohne Internet hätte es nicht geklappt, da die benötigten Koordinaten dort zum Runterladen bereit stehen. Ich war mal wieder so richtig schon planlos. Zum Glück hat mich google irgendwann auch auf deutschsprachige Seiten gelenkt. Auf die Schnelle habe ich da z.B. opencaching.de gefunden. Ich hatte nicht wirklich damit gerechnet, dass irgendwer bei uns in der Provinz schon Caches versteckt hat. Aber auch hier habe ich mich geirrt- es gab einige. Warum “gab”?! Ganz einfach: weil wir die Schätze heute gehoben haben!

Zu Beginn haben uns die gesunde Skepsis und die neue Technik noch ein wenig unbeholfen durch die Gegend tapsen lassen. Den ersten Cache haben wir auch auf Teufel-komm-raus nicht finden können, so dass wir uns dann einfach dem nächsten Ziel auf dem GPS zugewandt haben.

Recht schnell haben wir beide dann eingesehen, dass es nicht wirklich sinnvoll ist, andauernd auf das Display zu schauen- vielmehr sollte man zuerst auf seine Füße achten, damit man nicht ins Leere tritt. Nach einem steilen Aufstieg waren wir dann an der alten Bergschmiede angekommen, wo wir auch wirklich unseren ersten Cache gefunden haben!

Davon motiviert, machten wir uns auf, auch noch den Schatz am Ramseck zu heben. Aber der Weg dorthin war ganz und gar nicht einfach- ziemlich steil, die Wurzeln und Steine nass und rutschig.



Als wir oben angekommen waren, mußte ich mich erstmal aus meinen verschwitzten Klamotten pellen. Felix hat sich währenddessen schon auf die Suche begeben und auch diesen Cache gefunden! An der Bergschmiede war es “nur” ein Zettel, hier aber wartete ein Geschenk auf uns. Erstmal mussten wir es aber aus dem Glas pellen und den Text lesen, der noch dabei war.


Das haben wir natürlich eingesackt und und sehr drüber gefreut. Hoffentlich freut sich der nächste auch über unser Geschenk…
Nebenbei war der Ausblick mal wieder klasse. Kitschig- aber so mag ich´s ja ganz gerne mal.
Dazu noch Sonne, eine frische Brise und ein Rucksack voller Leckereien- viel besser kann eine Schatzsuche nicht laufen!
Nach einer kurzen Pause haben wir uns dann wieder Richtung Tal bewegt. Die Sonne hatte sich dann aber auch fast gänzlich verzogen, so dass uns mal wieder bewusst wurde, dass sich vom Sommer nicht nur die Zeit verabschiedet hat.

Und das Fazit?
Geocaching? Finden wir klasse!

Bei euch sieht´s so richtig nach Indian Summer aus- sehr geil! Die Bilder sind auch mal wieder sehr schön. Vielleicht können wir Geocaching mal zusammen ausprobieren?!
Gestern war das Wetter echt klasse. Und Geocaching ist auch eine witzige Geschichte- natürlich können wir das auch zusammen mal ausprobieren!
Kinder Kinder- wie die Zeit vergeht. Felix ist aber schon ganz schön groß geworden! Und die Bilder sehen zum Teil so aus, als wären sie für einen Outdoor-Katalog gemacht… Viele Grüße!
Er bekommt ja auch nur bestes Essen!
Die Bilder sind zum Großteil während des Aufstieges zum Ramseck gemacht worden. Keinesfalls im Katalog-Style- man sieht Felix ja nur von hinten. Ist aber schön, mal wieder von Dir zu hören!
Alles gut soweit?!
Hi Großer,
finde ich total schön. Hab ich zwar selber noch nie gemacht, aber auch ich könnte mir das gut vorstellen. Ist halt nicht mehr wie früher mit Kreide und Lampe, sondern einfach mit GPS. Ich melde mich die Tage mal. Können ja nochmal skypen. Vielleicht auch mit euch allen.
Ganz liebe Grüße von Jessi und MIr
Huhu! Können wir machen, klaro…
Hast Du GPS auch schon mal auf einer Biketour genutzt? ISt eine ziemlich coole Sache, sag ich Dir!
Nö, dazu hatte ich leider noch keine Möglichkeit. und notwendig war es bislang auch nicht, da ich mich hier in der Gegend ganz gut auskenne und ein Verfahren auch fast ausgeschlossen ist.
Aber die Aufzeichnung der Strecken reizt mich schon, muss ich zugeben…
coole sache!