Viele Schläge mit dem Zaunpfahl
|
Es gibt ja bekanntermassen immer wieder Tage, die ziemlich verheissungsvoll beginnen und in einem totalen Fiasko enden. Hätte ich den Ausgang vorhersehen können, wäre meine Planung für den Abend sicherlich wahrscheinlich anders verlaufen. Aber ich lerne eben am meisten durch Schmerz und Entbehrungen. Eigentlich aber hätte ich den Verlauf schon erahnen müssen, als sich die Hinterradnabe von meinem sehr geschätzten (und in den letzten Monaten als Alltagsrad missbrauchtem) Kona Lava Dome mit einem leisen Knirschen verabschiedet hat- kurz, bevor ich zuhause war. Aber zu dem Zeitpunkt habe ich mich so auf das Wochenende gefreut, dass mir ein zerstörtes und obendrein fünfzehn Jahre altes Fahrradteil nicht die Augen zu öffnen vermag. Ich hatte es mir einfach entspannt vorgestellt, auf dem Steinberg zu sitzen bzw. umher zu laufen, ein paar Fotos zu machen und die Ruhe zu geniessen und auf mich wirken zu lassen. Also habe ich darum gebeten, auf den Steinberg gefahren zu werden, um ein paar Fotos in spätsommerlichen Abendlicht zu machen. Richtig, einen Führerschein besitze ich noch immer nicht. Bis all das Geraffel eingepackt war und wir losgefahren sind war´s schon kurz nach halb acht. Sonnenuntergang war um kurz nach acht. Also hat die helle Scheibe schon zu tief gestanden. Super. Licht weg. Ich habe mich ja wirklich bemüht, noch gutes Licht zu erreichen, aber irgendwie hat dann spontan mein Schnürsenkel den Dienst quittiert. Kein Drama, wohl wahr- aber spätestens zu dem Zeitpunkt hätte ich den Ball flach halten sollen und mich Richtung Heimat trollen können. Trotz der widrigen Gehverhältnisse habe ich es noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang auf den Steinbergturm geschafft. Ein paar Bilder folgen weiter unten. Aber: dummerweise ist mir die Kamera von Felix noch von der Tasche gerutscht. Und auf was fällt eine Kamera? Genau! Auf das Objektiv. Das hängt jetzt traurig an dem unversehrten Gehäuse rum und will auch nicht mehr ein- oder ausfahren. Also werde ich mich morgen in die Stadt schwingen und Ersatz besorgen. Jetzt habe ich aber erstmal genug gejammert. Ich könnte noch beliebig weitermachen und mich über meine Dummheit auslassen, den Autofokus auszustellen, das aber nicht zu registrieren, und damit folglich einen Grossteil der Bilder der völligen Unschärfe ausgeliefert zu haben, aber… Ach, egal. Bitteschön:
Und als besonderes Bonbon ist zwischenzeitlich auch noch die Dunkelheit eingekehrt. Arne also allein im Wald bei finsterer Nacht. Da habe ich mich sogar über die ersten Zeichen menschlicher Nähe gefreut.
|
















