Das Innerstetal war autofrei…
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… und wir haben die Kisten nicht annährend vermisst. Ein mal im Jahr gibt es ihn; wahrscheinlich, um mehr rüstige Senioren in die Gegend zu locken und der desaströs schlecht laufenden Tourismusbranche so wenigstens ein paar Einnahmen zu bescheren- den Tag, an dem Autos im Innerstetal nichts verloren haben. Auf der Strecke quälen sich am Wochenende sonst Sonntagsfahrer in frisch polierten Limousinen über die Piste, die dem Augenschein nach den Kick suchen, wenn sie Geschwindigkeitsbegrenzungen peinlich genau beachten und den ganzen Verkehr aufhalten- ganz im Gegensatz zu den Motorradfahrern, die auf selbiger Strecke bei sonntäglicher Ausfahrt ihren persönlichen Schutzengel einmal richtig auf Trab bringen wollen und wie die letzten Henker durch die Gegend brettern. Putzig m.E. ist die Tatsache, dass die auf diese doch nicht ganz ungefährlichen Momente angesprochenen Feuerwehrmänner an der Durchfahrt nix hätten ändern können- allein das staatliche Gewaltmonopol darf das. Die Feuerwehr- wie Rettungsdienstmitarbeiter machen dicke Backen, müssen aber zur Entlastung der Beamten an den Zufahrten Schmiere stehen. Freilich, ohne Kompetenzen zugestanden zu bekommen. Wie viele Polizisten wir in sieben Stunden gesehen haben? Zwei. In einem Auto. Aber einmal im Jahr haben all die Experten nichts im Innerstetal zu suchen.
Genug der Kritik. Es war sehr schön zu sehen, wie viele Menschen doch gerne Fahrrad fahren und es dabei sogar noch genießen.
Das Innerstetal war von Langelsheim über Lautenthal, Wildemann, Clausthal-Zellfeld bis nach Altenau für den Autoverkehr gesperrt. Busse und LKWs haben die Radfahrer nach oben auf den Berg verfrachtet, damit sie schön lange bergab radeln können und nichts ins Schwitzen geraten. Schön wäre es aber gewesen, hätten die Veranstalter für Züge gesorgt, die die Anreise mit dem Auto bis Langelsheim erspart hätten. Aber der Sinn dieser Aktion war sicherlich nicht die Förderung des umweltbewussten Verhaltens, daher ist dieser Wunsch auch zu utopisch völlig unrealistisch. Wie wir von Goslar nach Langelsheim gekommen sind? Natürlich mit unseren Fahrrädern! Schon im Voraus hatten wir uns aber überlegt, im Fall der Fälle mit der Bahn zurück zu fahren, denn Felix war bis dahin noch nie so lange mit dem Rad unterwegs.
Frisch war´s- aber daran war ich selbst schuld…
Felix war aber total tapfer und ist die ganze Strecke allein gefahren. Hin und zurück! Wir waren rund sechsundfünfzig Kilometer unterwegs. Zwischendurch haben wir noch einen Zwischenstopp bei Jens´ Stand gemacht und unsere Schaltungen einstellen lassen:
Ach ja: die Idee, lokaltypische Musik live zu intonieren war bestimmt nicht schlecht. Die Umsetzung war aber die mit Abstand schlechteste Wahl. |
















Alte Räder gab´s natürlich auch- hier geht´s zu ihnen!
Nabend…
ein super Bericht mit vielen netten Bildern und einem Litespeed…hmm
Der Textinhalt entspricht leider der traurigen Wahrheit des müden Harzes. Aber bald gibt es Erz…vielleicht- na denn, “Glück auf!?”
Hoffe wir sehen uns bald, freue mich auf jeden Fall schon…Tschö!!
Genau- GLÜCK AUF!
Dummerweise sollen die Probebohrungen schräg gegenüber gestartet werden…
Du machst aber auch nicht grade Mut und Lust auf einen Urlaub im Harz, wenn Du ausschließlich die Missstände aufzeigst. Vielleicht solltest Du mal die schönen Seiten benennen und nicht immer auf den Schattenseiten rumreiten.
Die schönen Seiten sehe ich jeden Tag- immerhin lebe ich hier!
Es fällt mir aber nicht immer leicht, bei dem ewigen schwarzweissdenken den Alltag hier mehr zu schätzen. Wenn ich dann noch Artikel wie den zuerst verlinkten lese, komme ich wirklich ins Grübeln, ob hier der Platz zum Bleiben sein kann. Zum alt werden mit Sicherheit- dann passt das auch wieder hervorragend in den Plan.
Das erste Bild zeigt leider wirklich ziemlich gut die Stimmung im Harz- auch wenn es hier eigentlich sehr schön ist.
Wenn die Generation die den letzten WK noch am eigenen Leib erfahren musste erst ausgestorben ist, wird sich hier einiges ändern (müssen)…
Was soll denn “WK” heissen??
Schöne Tour, und ohne 4 rädrige teile auf den Straßen auf recht Stressfrei ;-). Aber haben ja scheins wieder völlige Helden geplant.
Ach und Urlaub im Harz ist toll, gerne wieder.
grüße von Vera & Micha
Ihr seid auf jeden Fall immer herzlich willkommen hier…
WK = Weltkrieg :)
Aha. Leider wird sich in der Gegend nur wenig ändern (können), weil das vorrangige Interesse immernoch beim Geldverdienen liegt und daher keine Perspektive, so schön sie auch aussehen mag, genutzt werden kann. Eine grundlegende Veränderung und Umstrukturierung würde zwar noch nicht einmal die aktuellen Besucherzahlen drücken, aber Geld und Mühe; Zeit und Energie kosten. Und wer soll die schon aufbringen, wenn er vorrangig ans Überleben denken muss?